- ausführliches Aufnahmegespräch (noch vor Beginn der eigentlichen Betreuung)
einfühlsame Eingewöhnung
- tägliche “Tür-und-Angel-Gespräche” beim Bringen und Abholen, um alltägliche Informationen zu erhalten, z.B. wie hat das Kind geschlafen, wer holt es ab, Besonderheiten der letzten oder nächsten Tage
- regelmäßige Entwicklungsgespräche
- das Fach der Kinder kann auch als “Briefkasten” für kurze Benachrichtigungen genutzt werden
- gemeinsame Aktivitäten, wie Sommerfest, Weihnachtsfeier sowie Spiel- und Bastelprojekte bei denen die ganze Familie (ggf. auch ältere Geschwister) teilnehmen können
Eingewöhnungsphase
Die Eingewöhnung gestalte ich mit einer Mischung aus "Berliner Modell" und "Hamburger Modell"
Diese dauert zwischen 14 und 21 Tagen, je nach Alter, Temperament und Persönlichkeit des Kindes (in Einzelfällen auch länger).
Es ist wichtig, dass sich ein Elternteil ausreichend Zeit einplant, damit es nicht zu Stress kommt, welchen die Kinder unbewusst spüren und welcher eine gute Eingewöhnung erschwert.
Es sollte auch immer die gleiche Person sein, um dem Kind ein Gefühl von Beständigkeit zu geben. Es ist sinnvoll ein Übergangsobjekt (wie Kuscheltier oder Schnuller) mitzubringen, da das Kind dieses mit dem vertrauten Zuhause verbindet.
Am ersten Tag bleiben das Kind und der begleitende Elternteil maximal eine Stunde, damit sich das Kind mit seiner vertrauten Person an die Räumlichkeiten und uns gewöhnen kann. Da die Sinneseindrücke sehr vielfältig sind, ist diese Zeitspanne absolut ausreichend für den ersten Tag.
Am zweiten und dritten Tag kann die Zeitspanne auf 1-1,5 Stunden ausgeweitet werden.
Die Eltern sollten sich eher passiv verhalten (also weder das Kind zum Spielen auffordern, noch es wegschicken), damit das Kind sich in seinem eigenem Tempo der Umgebung und den neuen Personen (uns und den anderen Kindern) widmen kann.
Die Impulse zur Annäherung erfolgen immer seitens des Kindes. Hilfreich sind dabei Informationen darüber, welche Interessen, Abneigungen oder Eigenheiten das Kind hat.
Da die Pflege (Wickeln, Füttern) eine sehr intime Tätigkeit ist, wird diese Aufgabe in den ersten Tagen von dem begleitenden Elternteil übernommen. Ich werde mich dabei im Hintergrund halten und “assistieren”. Je mehr Vertrauen das Kind zu uns aufbaut, desto mehr werden die Rollen langsam getauscht.
Wenn bereits Kontakt aufgebaut wurde, dann kann der erste Trennungsversuch gewagt werden. Das Elternteil verabschiedet sich bei dem Kind und verlässt für 10 Minuten den Raum, hält sich aber, für das Kind nicht sichtbar, hinter der Tür auf. Sobald es anfängt zu weinen, kommt das Elternteil sofort zurück. Eine Verabschiedung ist wichtig, denn wenn das Kind bemerkt, dass das Elternteil “heimlich” verschwunden ist, dann löst das Verlustängste aus.
Ist dies geglückt, kann die Dauer auf etwa eine halbe Stunde ausgeweitet werden, aber so, dass das Elternteil in wenigen Minuten wieder da sein kann.
Wenn das ebenfalls gut klappt, dann kann eine längere Zeitspanne ausprobiert werden.
Zum Ende der Eingewöhnung kann das Kind ganz normal bei mir abgegeben werden, allerdings sollten die Eltern jederzeit erreichbar sein, sollte sich das Kind nicht von mir trösten lassen.
Die Eingewöhnung ist abgeschlossen, wenn das Kind mich als sichere Bezugspersonen akzeptiert und sich bei Schmerz oder Kummer von mir trösten lässt.